Aus dem Leben herausgefallen


Aus dem Leben herausgefallen

 

Inhalt

 

Wie ist es möglich, einen seit hundert Jahren ausgestorbenen Vogel auf freier Wildbahn zu fotographieren?

Elia Weizman schickt sein Foto zur Begutachtung an einen Vogelexperten und löst damit eine Lawine aus. Während die Professorin Martha Bishop den Huia durch Klonen wieder auferstehen lassen will, ist er für den Maori Joseph Hemana heilig und somit unantastbar. Es ist Emma, die nach einem Burn-Out nach Neuseeland gereist ist, welche mit ihren Visionen Joseph dazu verhilft, dem Rätsel des kürzlich gesichteten Huia auf die Spur zu kommen. Eine zarte Liebesgeschichte entspinnt sich zwischen den beiden, in der sich die Liebenden wie in einem von einer Spinne gewebten Netz immer mehr verfangen.

Gemeinsam kommen die vier hinter das Geheimnis des Huia. Die abenteuerliche Entdeckung, die sie machen, wird für alle aber auch eine Reise zu sich selbst.

 

 

Hintergrund und Idee der Geschichte:

 

- Im Internet findet sich ein Artikel aus dem Jahre 1997, der sich darauf bezieht, dass der vor über hundert Jahren ausgerottete Vogel Huia durch Klonen wiederauferstehen sollte. Die zuständige Professorin der Universität in Dunedin gibt sich darin zuversichtlich, dass dies bald gelingen sollte. Die Ethikkommission, der auch Vertreter der Maori Tribes angehören, hatte sich, zwar eher zögernd, für eine Zustimmung durchgerungen. Der Vogel würde eine Bereicherung der heutigen Welt werden, zumal er in weniger als zwei, drei Jahrzehnten durch den Menschen derart überjagt wurde, dass er von unserem Planeten für immer verschwand.

Es gibt allerdings keine einzige Nachricht mehr, wie sich die Klonversuche entwickelt haben, deshalb vermutlich wie bei den Dinosauriern, die man klonen wollte: nämlich gar nicht, und es wird auch nie mehr einen Huia geben.

 

- Was aber wenn jemand in den abgeschiedenen Wäldern in Neuseeland einen ausgestorbenen Vogel sichten würde? Es gibt da ja immer wieder News von Sichtungen des riesengrossen Moa - allerdings nie ein Foto, auf dem man wirklich etwas sieht. Der Moa würde ja auch Spuren hinterlassen, die nicht zu verkennen wären. Aber ein kleiner, scheuer Vogel? Da im vergangenen Jahrhundert in Neuseeland einige Vögel ausgestorben sind, ist es doch möglich, dass man irgendwo eine Kolonie übersehen hat, weil die undurchdringlichen Wälder auf der Landkarte doch noch weisse Flecken aufweisen. Beim Takahe, einem hühnergrossen, bunten Laufvogel in Neuseeland ist das jedenfalls so geschehen: nachdem er für über hundert Jahr als ausgestorben deklariert worden war, wurde eine recht grosse Kolonie in den 1950er Jahren gefunden (mehr darüber und über die anderen spannenden Spezies am Rande des Aussterbens im vorliegenden Roman).